Clubtour in die Provence
Vom 23 – 30.08.2025 fuhren einige verwegene Clubmitglieder in die Provence, um neue Abendeuer zu bestehen. Der Samstag war der Anreisetag, alle erreichten unser Ausgangsziel für diese Woche, die Unterkunft „Domaine de Fombeton“ in der Nähe von Sisteron, einer unter Tourenfahrern bekannten Unterkunft, die von dem sehr freundlichen deutschen Paar Uta und Moritz geführt wird. Am Morgen gab es ein typisches französisches Petit Dejeuner, abends wurden wir jeweils mit einem drei Gänge Menü beglückt.
Tag 1: Als kleine Einrollrunde, und um die Hüften vom Anreisetag geschmeidig zu machen, fuhren wir 250km mit dem Zwischenziel Nyons, hier wurde der Markt besucht und am Eygues gebadet. Der Rückweg führte uns über den Mont Ventoux.
Tag 2: Die zweite Tour führte uns über die N85 „Route Napoleon“ nach Vzille, wo die französische Revolution ihren Anfang nahm. Nach einem Kaffee im Schatten unter Bäumen im Park des Schlosses, führte uns unser Weg ins Combe Lavalle, eine beeindruckende Schlucht, die durch das Gebirge des Vercors verläuft. Nach rund 400km erreichten wir glücklich und müde unsere Unterkunft.
Tag 3: Unser erstes Etappenziel für diesen Tag über 270km war Roussillon mit seinem ockerfarbenen Felsformationen und Steinbrüchen. Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad wurde ein kühlendes Eis genossen. Anschließend fuhren wir nach L`Isle sur la Sorgue, einer Gemeinde im Departement Vaucluse in der Region Provence-Alpes-Côte d´Azur. Die Stadt wird von diversen Kanälen, den L´Isle umgeben und durchflossen. Hier wurde das Dejuner eingenommen und verlorene Flüssigkeit aufgefüllt. Als Tagesabschluss befurhen wir den Goreg de la Nesque, einer beeindruckenden Straße, die an den Felsen der Nesque entlang führt, mit griffigem Asphalt, der zum Kurven-Surfen einlud.
Tag 4: Heute fuhren wir zum Lac de Saint Croix mit seinem wunderschönen Canyon du Verdon. Das Wasser des Sees und des Veron strahlt je nach Sonneneinstrahlung in wunderschönen türkisen Farben. Vor uns lagen nun der George de Daluis mit seinen beeindruckenden beigen und roten Felsformationen. Der Rückweg führte uns über den Col de Champs (2.093m) und den Col d´Allos (2.247m). Am Ende des Tages standen 370km auf dem Tageszähler.
Tag 5: Nach einer Gewitterfront, die uns in der Nacht überquert hat, fuhren wir in Richtung Cote d´Azur nach Saint Tropez, in der Hoffnung, dem Regen ein Schnippchen zu schlagen, was uns zunächst auch gelang. In Saint Tropez angekommen, überraschte uns das Wetter mit einem weiteren heftigen Gewitter. Wir beschlossen nach einem kleinen Imbiss, die Rückfahrt über die Autobahn anzutreten und die geplante Tour über Frejuis abzukürzen. Trotz allem standen auch heute wieder rund 400km auf dem Zähler.
Sven Ladwig
Tag 6:
Bei frischen 13 Grad starteten wir am Morgen zum Col de la Bonette.
Auf dem Weg dorthin gab es in Barcelonette eine kleine Kaffeepause. Dort sahen wir dann, dass alle umliegenden Pässe aufgrund der schweren Gewitter in der Nacht gesperrt waren. Auch die Landstraße von Barcelonette nach Jausiers war wegen eines Erdrutsches gesperrt. Es gab jedoch eine Umleitung über kleinere Dörfer. Die Abfahrt vom Col de la Bonette Richtung Italien war auch schon einige Tage gesperrt, so dass wir vom Berggipfel den gleichen Weg nach Jausiers wieder zurückfahren mussten. Es gibt schlimmere Schicksale. In Jausiers gab es dann einen Mittagssnack.
Auf dem Rückweg zur Domaine de Fombeton fuhren wir noch einen kleinen „Umweg“ um den Lac de Serre-Poncon mit herrlichen Kurven und grandiosen Aussichten.
Kurz bevor die nächste Regenfront kam, waren wir wieder zurück und konnten noch das obligatorische Ankommen Bier genießen und die Motorräder für die Rückfahrt am nächsten Tag verladen.
Jürgen Gerbig










































