Giovanni Agusta (1879-1927)


Wie alle anderen Firmen in der Flugzeugbranche war auch Agusta nach dem 2. Weltkrieg gezwungen ein anderes Betätigungsfeld zu suchen. Domenico Agusta entschied sich schließlich für die Herstellung eines leichten Motorrades und gründete 1945 die Firma MV Agusta (Meccanica Verghera Agusta). 1946 stellte man das erste Motorrad mit einem 98cm³ Zweitaktmotor vor.

Drei Jahre später kam mit der bereits wesentlich moderneren 125er der erste große Verkaufserfolg, den Domenico Agusta auch gleich mit Renneinsätzen untermauerte. Nach den ersten guten Erfolgen wurden 1950 spezielle Werksrenner entwickelt, die bis 1975 nicht weniger als 275 GP-Siege und 38 Fahrerweltmeisterschaften errangen. Unter Fahrern wie Carlo Ubbiali (125cm³ und 250cm³), John Surtees (350cm³ und 500cm³), Mike Hailwood (500cm³), Giacomo Agostini (350cm³ und 500cm³) sowie Phil Read, der für MV 1973 und 1974 die letzten Weltmeisterschaften errang, wuchs der Ruhm zur Legende, wie sie kaum eine andere Motorradmarke besitzt. Parallel zum Rennbetrieb baute das Werk auch die Serienmodelle weiter, denen im Laufe der Jahre, allerdings vor allem durch die großen Vierzylindermodelle, eine fast ebenso große Faszination zuteil wurde.

Assen 1959

Ubbiali mit der 125er MV vor Spagiari und Hailwood (beide auf Ducati)

John Surtees 1959 in Silverstone

1956 gewann er für MV die erste 500er Weltmeisterschaft

Mike Hailwood

Er gewann von 1962-1965 viermal hintereinander die 500er Klasse für MV

Giacomo Agostini

Er war von 1966-1972 ununterbrochen Weltmeister mit der MV in der 350er und 500er Klasse

Phil Read

Er war der letzte Weltmeister mit einer MV, 1973 und 1975 gewann er die 500er Klasse auf MV Agustaund war somit auch der letzte Fahrer der mit einer 4-Takt-Maschine eine Grand Prix-Weltmeisterschaft errang
Bildquellen:

- MV Agusta, Mario Colombo/Roberto Patrigani, Motor Buch Verlag
- MV Agusta, Mick Walker, Heel Verlag